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Neue RH-Anlage im Stahlwerk steigert Qualität und Vakuumkapazität

19.07.17 | Artikel der Salzgitter Flachstahl GmbH

Am 7. April 2017 wurde die erste Pfanne der RH-Anlage vakuumbehandelt. „Wir haben mit der Investition in eine RH-Anlage auf die Herausforderungen reagiert, die Markt und Kunden an uns stellen“, erklärt Dr. Andreas Berghöfer. „Nur so können wir in unseren Zielsegmenten führend sein.“ Die sekundärmetallurgischen Kapazitäten der Salzgitter Flachstahl reichten dafür nicht mehr aus. Die neue Anlage soll diesen Engpass beseitigen. Der Leiter des Schmelzbetriebs weiß genau wovon er spricht, denn er gilt als Initiator für die Anlage und ist zudem Gesamtverantwortlicher für Bau und Betrieb.
Die Kunden der Salzgitter Flachstahl aus der Autoindustrie wollen Güten mit sehr hohem Umformvermögen. Sie werden z. B. für die Außenhaut von Fahrzeugen genutzt. „Auch wenn wir neue Absatzsegmente erschließen wollen, brauchen wir die Stahlgüten mit höchsten Reinheitsgraden“, ergänzt Christian Schlüter, Leiter der Sekundärmetallurgie. Die neue Anlage soll jährlich rund 1,3 Millionen Tonnen davon liefern.

Dr. Pamela Wolf, Projektleiterin

„Um die Anlage in das Stahlwerk zu integrieren, war eine ausgetüftelte Planung nötig“, beschreibt Projektleiterin Dr. Pamela Wolf eine der Herausforderungen des Großprojekts.
In der Anlage wird flüssiger Stahl einer Vakuumbehandlung zum Entkohlen und Entgasen unterzogen, um die Eigenschaften des Stahles bei der Weiterverarbeitung zu verbessern. Diese Stahlgüten mit höchsten Reinheitsgraden besitzen ein sehr hohes Umformvermögen und eine hohe Festigkeit. Das Verfahren ist nach den beiden Firmen benannt, die entwickelt haben: Ruhrstahl und Heraeus.

Wie sie funktioniert:

Quelle: Tenova

Bei der RH-Technik handelt es sich um ein sogenanntes Vakuum-Teilmengenverfahren.
Eine Teilmenge des flüssigen Stahls aus der Pfanne wird unter Vakuum in ein mit feuerfesten Materialien ausgekleidetem Gefäß angesaugt. Dies geschieht mit Hilfe von zwei Tauchrohren, die an der Unterseite des Gefäßes sitzen. Durch das Eindüsen von Argon in ein Tauchrohr steigt der flüssige Stahl durch die Reduzierung der Dichte in das Vakuumgefäß auf. Dort wird die Schmelze mit Sauerstoff entkohlt und fließt durch das andere Tauchrohr zurück in die Stahlgießpfanne. Gleichzeitig können Legierungsmittel während der Vakuumbehandlung zugeführt werden.

Für weitere Rückfragen zum RH-Verfahren steht Ihnen die technische Kundenberatung zur Verfügung.

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