Materialeffiziente Fertigung von Außenhautteilen

Fertigungstechnische Anforderung

  • Materialeinsparung und Ressourcenschonung
    → Nachhaltige Produktion

Modernisierung der Anlagentechnik

  • Steigerung der herstellbaren Bandbreite auf max. 1.860 mm
    → Hohe Materialeffizienz durch verschnittoptimale Werkstückgeometrie für große Bauteile

Lieferprogramm - Beispiele

Anwendungsbereiche

Lieferprogramm

  • Bis 1.860 mm Bandbreite (abhängig von Festigkeitsklasse)
  • Außenhautqualität möglich

Einsatzpotenziale

  • Motorhaube
  • Dach
  • Seitenwand

Serienbelieferung  Motorhaube Ford Focus

  • Feuerverzinktes Feinblech CR240BH-GI
  • 0,65 mm x 1.860 mm

Serienbelieferung Dach Passat CC

  • Elektrolytisch verzinktes Feinblech CR3-EG
  • 0,70 mm x 1.830 mm

Pretex® – Feinblechstruktur in Außenhautqualität

Die bewährte Pretex®-Feinblechstruktur der Salzgitter AG bietet  bei allen Oberflächen besondere Vorteile – speziell für Außenhautanwendungen. 

Vorteile

  • Steuerbare Kalottendichte
  • Feinverteilte hydrostatische Schmiertaschen mit besten Umformeigenschaften
  • Einstellung von Rauheit und Spitzenzahl nach Kundenvorgabe
  • Hervorragende Kombinierbarkeit von niedrigen Rauheiten mit hohen Spitzenzahlen

Optimale Lackierbarkeit

Lacksystem

Vorteile im Lackierprozess

  • Exzellentes Lackerscheinungsbild:
  • - Frei von welligen Strukturanteilen, z. B. Orange Peel
  • - Frei von Moiré-Effekten und Streifigkeit

Erhöhte Anforderungen an die Substratoberfläche

  • Die kathodische Tauchlackierung (KTL) reduziert Rauheitskenngrößen, jedoch werden Welligkeiten abgebildet
  • Füller und Endlackierung aus Spritzapplikation überlagern die KTL mit einem arteigenen, vom Kunden optimierten Welligkeitsprofil

    → Minimierung der Substratwelligkeit erforderlich - insbesondere bei Einsparung des Füllers

Überzeugende Lackierergebnisse

Bestimmung der Welligkeit am Substrat mittels Byk wave-scan

Vergleichsmessung an feuerverzinktem Feinblech Pretex® gegenüber alternativer Texturierung



  • Ergebnisse der Welligkeitsbestimmung an der Substratoberfläche sind auf KTL-Beschichtung übertragbar 

→ Im Vergleich zu alternativen Texturierungen weisen Pretex®-Strukturen eine deutlich verringerte Welligkeit auf

→ Pretex® ist die optimale Texturierung für höchste Anforderungen – auch im Hinblick auf füllerlose Lackierungen


StronSal® – Ressourceneffizienter Korrosionsschutz

Korrosionseigenschaften

Der Zink-Magnesium-Überzug ZM StronSal® bietet im Korrosionswechseltest einen deutlich höheren Korrosions-schutz als Z Feuerzink-Überzüge

  • Blanke Fläche: bis zu 4-fach späteres Rotrostauftreten
  • Flansch: Späteres Rotrostauftreten
  • Schnittkante: Halbierte Unterwanderung

Kosmetische Korrosion

  • ZM StronSal® mindestens vergleichbar zu Z, aber abhängig vom Vorbehandlungs- und Lackierprozess

Bessere Ressourceneffizienz

  • Reduzierte Schichtdicke bei gleichwertigen Korrosionsschutzeigenschaften
  • Erhöhter Korrosionsschutz bei gleicher Schichtdicke

Hervorragendes Umformverhalten

Umformtechnische Eigenschaften ZM StronSal®

Beispiele von Probeverarbeitungen

Rollprofilieren

Türblende Dura Automotive Systems

Tiefziehen

Kotflügel VW Tiguan


Entwicklungsfokus 
Aktuell arbeitet die Salzgitter AG intensiv an der Außenhautfähigkeit von ZM StronSal®.

Beste Lackier- und Fügeeigenschaften

Lackierung / Phosphatierverhalten

Die Phosphatierung als anorganische Konversionsschicht auf einer metallischen Oberfläche trägt entscheidend zur Qualität der nachfolgenden Lackierung bei.

  • Phosphatierung: Automobiltypisch, ZM auf gleich hohem Niveau wie Z oder ZE
  • Lackierbarkeit: ZM identisch zu Z oder ZE

Schweißverhalten

Widerstandspunktschweißen ist neben dem Laserstrahlschweißen nach wie vor eines der vorherrschenden Fügeverfahren im Karosserierohbau.

  • Widerstandspunktschweißen:
    ZM vergleichbar mit Z
  • Laserstrahlschweißen:
    ZM vergleichbar mit Z

Klebverhalten

Kleben gewinnt neben den konventionellen Fügeverfahren zunehmend an Bedeutung.

  • Klebfestigkeit: ZM generell vergleichbar mit Z
  • Bruchflächenausbildung: Bei ZM kohäsives Bruchbild mit Tendenz zu adhäsiven Anteilen je nach verwendetem Klebstoff
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