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Salzgitter Mannesmann Stahlhandel liefert Präzisionsstahlrohre für Maxi-Cosi

10.02.2016 | Artikel der Salzgitter AG

Salzgitter Mannesmann Stahlhandel liefert Präzisionsstahlrohre für Maxi-Cosi

Als Herr Alexander Bosmann, Einkaufsleiter bei Dorel Juvenile (www.doreljuvenile.com), den Salzgitter Mannesmann Stahlhandel (SMSD) auf ein strategisches Einkaufsprojekt mit vorwiegend Präzisionsstahlrohren ansprach, erhielt er umgehend einen Rückruf aus der Niederlassung Plochingen. Dort hat auch das überregional tätige Expertenteam für Automotive- und Zeichnungsteile seinen zentralen Sitz. Im kurzfristig angesetzten persönlichen Termin erläuterte er Vertriebsleiter Wolfgang Schley seinen „Request for Information“ (RFI).

Als neuer Einkaufsleiter verfolgte er das Ziel, durch Reduzierung der Beschaffungskosten die Wettbewerbsfähigkeit von Dorel Juvenile im internationalen Markt für Autokindersitze nachhaltig auszubauen. Der Marktführer mit der renommierten Marke Maxi Cosi (www.maxi-cosi.com) setzte dabei auf eine enge Kooperation mit einem werksbasierten Stahlpartner. Wesentliche Einsparpotenziale erwartete er durch Werkstoff-Innovationen und Optimierung der Materialvielfalt, sowie des kompletten Supply Chain Managements von der Rohrherstellung über diverse Anarbeitungsstationen bis zur pünktlichen Lieferung der fertigen Bauteile.

Da das Gespräch im Präzisrohrzentrallager in Mülheim/Ruhr stattfand, konnte bereits vor Ort eine Reihe von Referenzprojekten mit Anarbeitung für die Automobilindustrie präsentiert und deren Prozesssicherheit demonstriert werden. Schnell wurde erkannt, dass die SMSD über ideale Voraussetzungen für die angestrebte Partnerschaft verfügt. Das gemeinsame Projekt wurde gestartet.

Der Maxi-Cosi 2wayPearl

Um die sehr hohen Dorel-internen Sicherheitsstandards zu erfüllen sind die Anforderungen an die Zeichnungsteile für jedes Autokindersitz-Modell sehr unterschiedlich. Liegt der Fokus z. B. beim „2wayPearl“ auf der außergewöhnlich hohen Materialbelastung, so liegt er beim „Tobi“ oder „Pebble“ auf der aufwendigen mechanischen Bearbeitung mit engsten Toleranzen. Eines haben sie jedoch alle gemeinsam: Sie werden als Sicherheitsteile verbaut und unterstützen maßgeblich die sichere Beförderung der Kinder zwischen neun Monaten und vier Jahren. Bevor sie für den weltweiten Verkauf freigegeben werden, müssen die Produkte erfolgreich härteste und unabhängige Crash-Tests absolvieren (z. B. ADAC, Stiftung Warentest).
 
Um dieser Herausforderung gerecht zu werden, legten Wolfgang Schley und Produktmanager Karl-Heinz Mack vom ebenfalls in Plochingen ansässigen Produkt- und Qualitätsmanagement für Präzisionsstahlrohre auf Basis der detaillierten Teilezeichnungen für jeden Einsatzzweck eine eigene Prozesskette fest. Unter Beachtung der Kundenvorgaben aus dem RFI wurde zunächst gemeinsam mit den Konzernkollegen aus der technischen Beratung und Produktentwicklung der Salzgitter Mannesmann Precision (SMP) geprüft, ob für die nahtlosen, kaltgezogenen Abmessungen durch eine explizite Rohrherstellung erste Einspareffekte erzielt werden könnten. Sehr willkommen und zielführend war dabei der intensive persönliche Austausch zwischen den Technikspezialisten von Dorel Juvenile, SMP und SMSD. Bereits nach wenigen Meetings und Labortests konnte eine modifizierte Werkstoffgüte gezielt für einen kritischen Einsatzbereich konfiguriert werden. Der Innovationsbeitrag liegt in der kompletten Ablösung der bisher erforderlichen drei unterschiedlichen Rohrsorten durch eine einzige aus dem SMP-Werk Brackwede.
 
Im Target Costing mit Frau Els Boetzkes, Einkäuferin Dorel Juvenile, wurde deutlich, dass diese nur durch intensive Effizienzausschöpfung über die gesamte Supply Chain erreicht werden können. Das SMSD-Lager in Mülheim/Ruhr wurde als zentrale Logistik-Drehscheibe für alle Zeichnungsteile in den unterschiedlichsten Bearbeitungsstufen und als Pufferlager für unerwartete Verbrauchsschwankungen festgelegt. Für sämtliche kleinen geschweißten Präzisionsstahlrohre wurde durch eine enge Erstfertigungsbegleitung nur ein Rohrhersteller mit kurzer Anfahrt qualifiziert. Für alle mechanischen Bearbeitungsschritte, sowie das Oberflächenfinish wurde ebenfalls jeweils nur ein zertifizierter Partner in die Prozesskette aufgenommen. Ein Ringverkehr mit kurzen Frachtwegen und Nutzung positiver Skalenerträge durch Kampagnenfertigungen optimierter Einsatzrohre für unterschiedliche Einbauteile rundeten erfolgreich alle Maßnahmen ab.
 
Sämtliche Prozesse unterliegen strengsten Qualitätssicherungsmaßnahmen nach Automobil-Standard und führten inzwischen dazu, dass die angelaufene Serienversorgung für Dorel Juvenile und dessen Komponentenbauer absolut reibungslos und zuverlässig durch den Salzgitter Mannesmann Stahlhandel bedient wird.

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