Das erste Coil aus der Feuerverzinkung 3

14.09.2022 | Artikel der Salzgitter Flachstahl GmbH


Nach dem Aufbau der neuen Feuerverzinkungsanlage 3 und vielen Funktionsprüfungen war es nun so weit: Das erste Coil wurde verzinkt.

Der Weg bis zum ersten Coil

Der Bau der „Feuerverzinkung 3“ am Standort Salzgitter, eine der größten Einzelinvestitionen der vergangenen zehn Jahre, begann im Juni 2019 mit der Vertragsunterzeichnung durch den Anlagenbauer.
Die Phase der Inbetriebsetzung startete Ende 2021. Beim ersten Anfahren der Anlage und in den folgenden Wochen lief das Band in einem so genannten „cold run“ zunächst noch nicht durch den Ofen und die Verzinkung. Anschließend wurde der Ofen aufgeheizt, getrocknet und das Band im in den Ofen eingefädelt, um einen Bandlauf durch den Ofen zu ermöglichen, der so genannte „hot run“. Nach weiteren Wochen erfolgte dann nach dem Aufheizen und Aufschmelzen des Zinks im Zinkpott der nächste Meilenstein dieses Projekts: Das Einsetzen der Badrollen und der Abstreifdüse, um das erste verzinkte Coil zu produzieren.

Was die neue Anlage kann

Herzstück der neuen Anlage ist der Glühofen. Mit dem neuen Konzept dieses Ofens können hoch- und höchstfeste Stähle hergestellt werden. Der Glühofen ermöglicht höhere Glühtemperaturen, im Nachgang eine schnellere Bandabkühlung und längere Haltezeiten. Die neue Anlage wird die anderen beiden bestehenden Feuerverzinkungen mit einer zusätzlichen Produktionskapazität ergänzen. Die Anwendungsbereiche reichen neben der Autoindustrie über Hausgeräte bis zur Bauindustrie.
Darüber hinaus bietet die Konfiguration der Gesamtanlage zugleich die baulichen und technischen Voraussetzungen, weitere innovative Werkstoffkonzepte für die Zukunft zu realisieren. Die neue Feuerverzinkung ermöglicht höhere Festigkeiten und besseres Umformvermögen und damit auch komplexere Geometrien an Umformteilen.

Ulrich Grethe, Vorsitzender der Geschäftsführung der Salzgitter Flachstahl GmbH:
„Die Feuerverzinkung 3 ist ein wichtiger Baustein in unserer Strategie und trägt zur langfristigen Sicherung unseres Standortes bei. Gerade mit der Möglichkeit hoch- und höchstfeste Güten zu verzinken, werden wir der Nachhaltigkeitsforderung für Leichtbau gerecht und erhöhen zudem die Fertigungstiefe in unserem Produktportfolio.“